REZENSIONEN und EMPFEHLUNGEN

Anmerkungen zu Büchern, Filmen, CDs



Auf dieser Verzweigung wollen wir, so wie es anfällt, Bücher, Filme, DVDs und Musik würdigen, die uns gerade beschäftigen. Nicht akademisch wohl durchdacht - sondern spontan skizziert.

Manchmal wird dies nur ein einziger Satz sein (vor allem wenn die Begegnung nicht sehr lohnend war). Manchmal wird es eine ausführliche Rezension sein.
Vielleicht haben SIE auch etwas davon?



Letzte Aktualisierung dieser Verzweigung: 10. Mai 2013

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[2013-05-10 wip / ur 2001-09-11]


(Autor: Jürgen vom Scheidt)


Warum ich diese Kurz-Rezensionen schreibe? Ich folge damit einer Übung seit meiner Jugend. Ich lasse das Gelesene nicht nur an mir vorbeirauschen,
° sondern notiere mir, was mir dabei auf- und einfällt,
° und halte wenigstens ein paar highlights und eigene Assoziationen zum Buch schriftlich fest.
Ich lese immer mindestens ein halbes Dutzend Bücher parallel. Da verliert man leicht den Überblick, wenn man keine Notizen macht. Nehmen Sie das Folgende genau als das: als Freie Assoziationen - die jedoch anschließend überarbeitet werden.
Vielleicht regt Sie die eine oder andere Empfehlung zu eigener Lektüre an?

Vorab ein kleiner Dank an meine Haus-Buchhandlung Lehmkuhl in nächster Nähe, in der Leopoldstraße: http://www.lehmkuhl.net. Wo ich ungestört in den Bergen von Neuausgaben und in endlosen Regalen voller schon etwas älterer Werke wühlen können. Wo man mich stets kompetent, freundlich und mit wirklich unerschöpflicher Geduld berät. Und wo ich natürlich auch meine Bücher kaufe.

(In meinem Buch DAS DRAMA DER HOCHBEGABTEN habe ich den Buchhändler, Herrn Erwin Schuhmacher, portraitiert - auf S. 215/16.)


Wirklich wichtige Bücher (von mir für wichtig gehalten) bespreche ich ausführlicher in eigenen Kapiteln (s. unten und
← linke Spalte). Hier nur Kurz- und Kürzestrezensionen bzw. Empfehlungen.



2007-08-12

Tödliche Hallows


Wenn man die ersten Bände geschmökert hat, muß man natürlich auch den abschließenden siebtenten Band lesen, derinternational wieder alle Rekorde gebrochen hat. Hier mein - sehr guter - Eindruck davon. Joanne K. Rowling: "Harry Potter and the Deathly Hallows".

Das ist wirklich ein krönender Abschluß geworden!



2007-01-02

Aktuelle Lektüre Anfang 2007


Unbedingt lesen: Andreas Eschbach: "Der Nobelpreis"



2007-01-01

Oh je - da hat sich aber . . .


. . . eine große Lücke aufgetan von fast zwei Jahren. Naja - es waren einfach nicht mehr als 24 Stunden drin in jedem Tag dieser Jahre . . .

Ich werde meine "aktuellen Lektüren" mal pauschal nachtragen. Und bei www.amazon.de findet man auch einige meiner Buch-Besprechungen (unter meinem richtigen Namen - nicht hinter einem Pseudonym versteckt).

Auf jeden Fall habe ich den - vorletzten - Harry Potter sehr genossen und freue mich schon auf den abschließenden siebten Band - egal ob der Zauberlehrling sterben muß oder leben darf (was ich natürlich hoffe und auch wohlbegründet anzunehmen glaube - s. meinen Beitrag über ihn: HARRY POTTER (Kurz-Bio)



2005-02-26

Aktuelle Lektüre Anfang 2005


Unbedingt lesen: Frank Schätzing: "Der Schwarm"



2004-10-23

Lektüren Herbst 2004


Schreiben in Cafés von Nathalie Goldberg. Writing down the Bones - dieser Originaltitel trifft´s besser als der deutsche: "Schreiben in Cafés".

Im Banne des Zauberlehrlings, herausgegeben von Kaspar Spinner: Gute Hintergund-Artikel zum Phänomen "Harry Potter", die
° zum einem den lesenden Fans helfen, die literarischen Qualitäten und handwerklichen Strickmuster dieser sensationellen Erfolgs-Serie besser zu verstehen
° und zum anderen Autoren (und solchen, die es werden wollen) wertvolle Tips geben, wie man wirklich gute Unterhaltungs-Literatur schreibt.

Sehr lesens- und beherzigenswert ist Werner Fulds Die Bildungslüge.(Rezension demnächst).

Eine Menge über den aktuellen Stand der Naturwissenschaft rekapituliert und neu entdeckt habe ich in Was zu entdecken bleibt von John Maddox, dem früheren Herausgeber der renommierten Fachzeitschrift Nature.

In meinem Schmökerregal ganz obenauf: Der Schwarm von Frank Schätzing. (Science Fiction war mal fast so etwas wie ein Schimpfwort - jetzt kann man damit sogar auf deutschen Bestseller-Listen landen und eine Menge Geld damit verdienen ...)



2004-05-22

Lektüren Frühjahr 2004


Der Letzte seiner Art von Andreas Eschbach.
Utopisch angehauchter Roman um einen Cyborg - einen mit high-tech Implantaten aufgerüsteten Krieger. Sehr spannend und zugleich sehr zum Nachdenken anregend, denn es dürfte sich dabei weit weniger um Science Fiction handeln als man auf den ersten Blick vermutet. Ausführliche Besprechung hier: "Der Letzte seiner Art". Zwei Stichwörter fallen mir dazu spontan ein:

° Frankenstein (Mary Shelleys Roman von 1816)

° "Prothesengott" (Sigmund Freud 1927)


Mit großem Gewinn für ein eigenes aktuelles Roman-Projekt lese ich 20 Master Plots von Ronald B. Tobias und Beruf: Schriftsteller von Wolfgang Bittner.
(Auch dazu demnächst mehr.)



2004-04-07
Artemis Fowl von Eoin Colfer:

Plot: Ein hochbegabter zwölfjähriger Gangster will den geheimnisvollen Elfen eine Tonne Gold abluchsen.
Inhalt: Das 12-jährige Genie Artemis Fowl ist der durchtriebene Sproß einer irischen Familie, die seit vielen Generationen auf der "anderen Seite des Gesetzes" steht. Bei seinen Recherchen im Internet (technisch sind alle handelnden Figuren bestens "auf der Höhe") entdeckt er, daß unter der Erde in einem verborgenen eigenen Bereich tatsächlich die sagenumwobenen Elfen leben. Einer abtrünnigen Elfe, die ihre Magie verloren hat, weil sie (in Vietnam) unter den Menschen lebt und dort zur Alkoholikerin wurde, kann er ein Buch entwenden, das ihm alle Geheimnisse der Elfen enthüllt. Auf diese Weise kann er einen kunstvollen ("genialen") Plan schmieden, um endlich das größte Problem der Fowl-Familie zu lösen: ihre Finanznöte.
Bewertung: Der Autor spinnt ein spannendes, geschickt konstruiertes Garn darüber, wie der pfiffige Bösewicht ans Ziel zu gelangen sucht - und es beinahe auch schafft (immerhin: eine halbe Tonne Gold kriegt er).
Ich war, nachdem ich sämtliche (bisher fünf) Bände von Harry Potter mit zunehmender Begeisterung über die brillante Erzählkunst von Joanne K. Rowling gelesen hatte, neugierig auf den Konkurrenten "Artemis Fowl" - gewissermaßen der böse Bruder von Harry, wie er in Besprechungen vorgestellt wurde.
Große Enttäuschung: Kein Vergleich mit HP. Colfer schreibt kunstlos und lieblos. Literarische Rafinesse und kühne Erzählbogen (wie bei Rowling) sucht man hier vergeblich. Das wird heruntergeschnurrt wie 95 Prozent der Science Fiction, wobei - durchaus gelungene - Ironie (die sich gelegentlich zum Sarkasmus und zu Zynismus steigert) wirkliche Erzählkunst ersetzt.
Den Bezug zur SF stelle ich nicht von ungefähr her: eigentlich ist dies SF (etwa in der Art von Douglas Adamas) - nur mit Elfen, Kobolden und Trollen statt mit Aliens - aber mit dem selben High-tech-Schnickschnack wie die meisten Zukunftserzählungen.


(PS: Wer mal einen wirklich originellen Roman über ein geniales Schlitzohr lesen möchte, sollte sich Mannekino der niederländischen Autorin Sybren Polet besorgen - beim Internet-Antiquariat "www.abebooks.de" sind derzeit 19 Exemplare erhältlich.
Der neunjährige Guido ist kein Verbrecher wie Artemis Fowl - aber ein wirklich genialer Geldkreator! Er setzt sich das Ziel, bis zu seinem zehnten Geburtstag Millionär zu werden - und schafft das auch.
Und dann wäre da natürlich noch der elfjährige amerikanische Börsenspekulant J.R. in dem brillant geschriebenen, aber sehr anstrengend zu lesenden Dialog/Monolog-Roman J.R. von William Gaddis...)




Biblio- / Disco- / Filmographie
(Hier sind auch Bücher aufgeführt, die dort vorgestellt werden: REZENSIONEN 2003 und älter

Bücher
Bittner, Wolfgang: Beruf: Schriftsteller. Reinbek 2002 (Rowohlt TB)
Budrys, Algis: Rogue Moon. (1960) Dt. Projekt Luna. München 1970 (Heyne TB)
Colfer, Eoin: Artemis Fowl. (2001) Dt. München 2003 (List TB)
Eschbach, Andreas: Das Jesus-Video. (1998) Bergisch Gladbach 2001 (Bastei)
Eschbach, Andreas: Eine Billion Dollar. Bergisch Gladbach 2001 (Bastei Lübbe)
Eschbach, Andreas: Der Letzte seiner Art. Bergisch-Gladbach 2003 (Lübbe)
Eschbach, Andreas: Der Nobelpreis. Bergisch-Gladbach 2005 (Lübbe)
Eschbach, Andreas: Exponentialdrift. (2002 in der FAZ vom Sonntag) Bergisch Gladbach 2003 (Bastei)
Fuld, Werner: Die Bildungslüge. Frankfurt a.M. 2003 (Argon)
Gaddis, William: J R. (New York 1975). Frankfurt am Main 1996 (Zweitausendeins)
Goldberg, Natalie: Schreiben in Cafés (1986) Berlin 2003 (Autorenhaus Verlag)
Highsmith, Patricia: Der talentierte Mr. Ripley. (1955) Zürich 2002 (Diogenes).
Jeschke, Wolfgang: Meamones Auge. München 1994/1997 (Heyne).
Lebert, Benjamin: Crazy. Köln 1999 (Kiepenheuer & Witsch)
Maddox, John: Was zu entdecken bleibt. (1998) Frankfurt am Main 2000 (Suhrkamp)
Minghella, Anthony (Regie): Der talentierte Mr. Ripley. USA 1998 (Miramax)
Polet, Sybren: Mannekino. (1968) Frankfurt am Main 1997 (Fischer TB)
Schätzing, Frank: Der Schwarm. Köln 2004 (Kiepenheuer & Witsch)
Spinner, Kaspar: Im Banne des Zauberlehrlings. Regensburg 2001 (Pustet)
Tobias, Ronald B.: 20 Master Plots. Cincinatti 1993 (Writer´s Digest Books)
Zimmer, Dieter E.: Die Bibliothek der Zukunft - Text und Schrift in den Zeiten des Internet. Hamburg 2000 (Hoffmann und Campe)

Filme
Rolling Stones: Bridges to Babylon (DVD der Konzert-Tour von 1987/88). USA 1999 (Warner Home Video)
Sakaguchi, Hironobu (Regie): Final Fantasy. Japan 2001
Zwick, Edward (Regie): Ausnahmezustand (The Siege). USA 1998 (Twentieth Century Fox)

Software
Vester, Frederic: Ecopolicy (CD-ROM). Braunschweig 2000 (Westermann)


(c) 2013-05 / 2001 beim Autor Jürgen vom Scheidt / Quelle: Website "www.hyperwriting.de"