LABYRINTH-BLog aktuell (2016: Juni)*

Zur Allgegenwart des Labyrinth-Motivs



In verschiedensten Formen ist das 5.000 Jahre alte Labyrinth-Motiv aktueller denn je: als sprichwörtlich gewordener "Roter Faden" ebenso wie in seinen zentralen Figuren Theseus, Ikaros und Daidalos sowie in den Nebenfiguren (Phaedra, Medea) oder einfach in den Wörtern labyrinthisch und Irrgarten.

Dieser BLog spürt dem nach, mit mehr zufälligen als systematischen Beobachtungen und Überlegungen.

 
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*in Bearbeitung

[2016-06-20 wip / ur 2007-12-01]


(Autor: Jürgen vom Scheidt)

20. Juni 2016
Inzwischen wurde - seit November 2007 - dieser Blog als einer von mehr als 70 "Tagenbüchern der Wissenschaft" auf die Website des Spektrum-Verlags mit den SciLogs verlagert.
Soeben habe ich dort den Beitrag #300 veröffentlicht - über die Münchner Schreib-Wwerkstatt.
Denn dieser Blog läuft dort inzwischen mit erweitertem Thema "Labyrinth des Schreibens (von Romanen)".



4. Okt 2009
Seit 5. August schreibe ich einen zweiten Blog mit dem Titel minotauros-projekt.de. Er läuft parallel zu meinem Labyrinth-Blog.
Im neuen Blog behandle ich speziell das Thema Hochbegabung mit all seinen Implikationen; wobei mich vor allem die praktische Umsetzung von Ideen interessiert. Dieses Thema im Labyrinth-Blog einzubeziehen, was ich ursprünglich vorhatte, erwies sich als zu kompliziert. Außerdem dient dieser neue Blog der Vorbereitung für unser neues Kurs-Angebot, dessen Namen er auch trägt: minotauros-projekt.de.



8. April 2009
Seit Dezember versuche ich, im Labyrinth-Blog bei epoc das Thema Hochbegabung einzubeziehen und allmählich zu integrieren.



1. Sep 2008
Damit es keine Missverständnisse gibt: Dieser Blog wird von mir an DIESER Stelle nicht weitergeführt, sondern ist seit November 2007 voll und ganz übergegangen in
den Labyrinth-Blog bei epoc . Dort gedeiht er weiterhin bestens, mit inzwischen 115 Einträgen. Schauen Sie doch mal rein!



2. Mai 2008
Mein Labyrinth-Blog bei epoc gedeiht gut. Inzwischen gibt es bereits über 80 Einträge.



1. Feb 2008
Nachdem es ziemlich aufwändig ist, zwei Ausgaben dieses Blogs parallel zu betreiben, habe ich mich entschlossen, ihn nur noch für die Zeitschrift epoc zu verfassen. Sie finden ihn dort, seit Dezember, über diesen Link: Labyrinth-Blog bei epoc



Abb.: Titelbild mit Minotauros



In diesem BLog will ich zeigen, daß die Metaphorik der uralten Labyrinth-Sage nicht nur hochmodern ist, sondern sich in nahezu allen Lebensbezügen sinnvoll anwenden läßt. Dadurch werden die folgenden Einträge zu einem Spaziergang durch unsere heutige Gesellschaft und Kultur.

Das große Geheimnis allerdings bleibt erhalten: Woher stammt das Labyrinth-Motiv und sein Symbol - und was bedeutet es wirklich?



Der Übersichtlichkeit halber ans Ende dieses Textes verlegt wurden die
Anmerkungen zu diesem Beitrag Hier klicken



Inhalt dieses Beitrags

26. Dez 2007: Gefangen im Yrrinthos der Rechtschreib-Deform - knicke ich ein
24. Dez: Jack Nicholson grinst tückisch und schwingt die Axt
10. Dez: Veit tanzt, findet keinen roten Faden - aber dafür Stier Zeus samt Europa
_Anmerkungen zu diesem Beitrag
_Bibliographie


Und hier die einzelnen Einträge - chronologisch sortiert, das Neueste immer obenauf :


26. Dez 2007

Gefangen im Yrrinthos der Rechtschreib-Deform - knicke ich ein


Keine Bange: dies wird kein zwischenfeiertägliches Nachtreten (nach den Hintern der Rechtschreib-Deformer), sondern passend zum Labyrinth-Blog:

Ein Gang durch den Irrgarten der deutschen Sprache anno 2007, mit einigen scharfen esss.

Ich knicke ein und mache nun doch mit (wenn auch mit Zähneknirschen und in der Tasche geballter Faust).

Diese Deform strotzt ja, wie alle wissen, nur so von Ungereimtheiten (Photo, Photographie, Phantasie wird beibehalten - aber Foto und Fotografie ist auch richtig, desgl. Fantasie - und dann erst der Tollpatsch - eigentlich jemand, der ein wenig unbeholfen ist und keineswegs toll - stammt ja aus dem Ungarischen tolpatsch.)
Das Bescheuertste ist jedoch die Art, wie mit dem "ß" umgegangen wird: Bei den scharf ausgesprochenen Wörtern wie "Faß" und "Haß" heißt es nun "Fass" und "Hass" - und bei den weich ausgesprochenen wie "Gruß" muss man das "scharfe s" = "ß" verwenden! Das ist eine Logik . . .

"Heiß begehrt" heißt es nun - obwohl dieses "heiß" genauso scharf ausgesprochen wird wie der "Hass". Aber wenn man sich erkältet, wird man "heiser" und leidet unter "Heiserkeit".

Wie sagt man so treffend? "Ist es auch Irrsinn - so hat es doch (keine) Methode." Qod erat demonstrandum - oder auf Deutsch: Was zu beweisen war.
Ich sollte es halten wie die Schweizer und alles mit "ss" schreiben"; weil die auf ihren Schreibmaschinen resp. Computertastaturen gar keine "ß" haben. Bin ja schließlich mit einer Schweizerin verheiratet.

"Schließlich"? - nein: "schliesslich" - wird ja scharf gesprochen - nein! "schießlich" steht im Duden. Aber ich habe ja nur die Ausgabe von 1969 - schöner Vertipper: muss natürlich 1996 heissen. Gleich morgen kaufe ich mir einen neuen Duden. Ich will ja im Neuen Jahr alles richtig machen. Und der Duden-Verlag freut sich: schon wieder ein Exemplar verkauft.

Die ganze Chose ist ein unglaubliches Beispiel dafür, wie eine Diktatur funktioniert: Eine kleine Gruppe, die weiß was sie will, setzt sich durch - jeder Widerstand läßt sich nach kurzem Gemaule wehrlos im Keim ersticken - durch Mangel an Zivilcourage.

Das Ganze ist ebenso ein Beispiel für einen klassischen neurotischen Abwehrmechanismus: Verdrängung durch Ablenkung auf ein anderes Ziel:
Statt diese gigantische Menge an Energie* in eine echte Schulreform zu investieren - weicht man auf einen Nebenschauplatz aus.

So - und wie finden wir da wieder raus, aus diesem Yrrinthos?

Wir könnten ja Jack Nicholson anrufen und ihn bitten, mal seine Axt zu schultern (s. Eintrag vom 22. Nov 2007). Wäre das nicht einen Rechschreib-Killer-Krimi wert? Aber es geht auch einfacher: in den nächsten Eintrag blättern. Viel Vergnügen. Mit der neuen deutschen Schreibe. Der auch ich mich nun, zähnekrnischend und die Faust in der Tasche geballt, unterwerfen werde. Ab 2008.

Und auch sonst alles Gute im neuen Jahr (und nie wieder ein Wort über die RRR, versprochen)

Ihr L-Blogger
Jürgen vom Scheidt

* Auf eine Milliarde vergeudeter Arbeitsstunden schätze ich das Abenteuer dieser Murkserei: nämlich rund 100.000.000 x 10 = rund hundert Millionen Deutschschreibende, die im Durchschnitt mindestens zehn Stunden mit dieser Umstellung verbringen müssen. Aber wahrscheinlich werden es ein paar Millionen Stunden mehr sein.




24. Dez 2007

Jack Nicholson grinst tückisch und schwingt die Axt


Shining von Stanley Kubrick (Regie), nach einem Roman von Spephen King (USA 1980, Warner Bros.) Vor einigen Tagen lief der Film im Fernsehen - hab ihn auch diesmal verpaßt. Drei Gründe fallen mir ein, die DVD zu kaufen:
° "Freigegeben ab 16 Jahren" - das klingt interessant.
° Ein Schriftsteller dreht durch - das interessiert mich sowieso.
° Und dann noch der vielzitierte Höhepunkt in einem winterlich verschneiten Labyrinth, über den ich kürzlich in einem Artikel las ("Gruseln vor dem Kamin", Südd. Zeitung vom 22. Nov 2007):

Der Weg zur Timberline Lodge führt durch dichten Nadelwald, flankiert von Mount Jefferson und Mount Hood, den höchsten Bergen des amerikanischen Bundesstaats Oregon. Rechts und links des Highways türmt sich der Schnee meterhoch. An einer Kreuzung mitten im Nichts zweigt die Timberline Road ab. Sie windet sich in engen Serpentinen bergauf und endet nach zwölf Kilometern an einer zu groß geratenen Berghütte, die in den Schneemassen versinkt. Das soll es sein, das Hotel aus „The Shining”, Stanley Kubricks Gruselfilm, der auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King basiert?
[ . . .]
Gespenstisch sieht das aus – genau die richtige Kulisse für einen Gruselfilm. Wer die Lodge aus dieser Perspektive sehen will, den schickt Linny die Piste hinab, zu Fuß oder auf Skiern. Die meisten aber wollen das LabyrinthJa sehen, durch das Jack Torrance seinen Sohn hetzt und in dem er schließlich selbst erfriert. Linny seufzt. Wie oft muss sie das erklären: Timberline war lediglich Kulisse für die Außenaufnahmen. Alles andere wurde in London gedreht, inklusive Verfolgungsjagd durch den Irrgarten. „The Shining” kann man in der Timberline Lodge nicht entgehen. Im Souvenirshop gibt es Tassen und T-Shirts mit der berühmten Aufnahme von Jack Nicholson: unrasiert, mit fettigen Haaren, die Augen zu Schlitzen verengt, die Zähne gefletscht – ein Mann mit der Mission, seine Familie auszulöschen.

Der Film ist wirklich - im doppelten Wortsinn - "irre spannend" und hält, was was ich über ihn gelesen habe.



10. Dez 2007

Veit tanzt, findet keinen roten Faden - aber dafür Stier Zeus samt Europa


Ein gut erzählter Krimi: "Veits Tanz" von Sascha Pranschke (Allitera Verlag, München 2007). Wenn man eine Roman-Gattung sucht, in der sich Labyrinthisches leicht finden läßt, dann ist es der Krimi (und die Science fiction gleich dazu): die labyrinthische Irrwege der Großstadt oder des Denkens eines Mörders, beispielsweise. Diesen Krimi suchte ich nicht einmal direkt - ich war durch einen Artikel über seine Entstehungsgeschichte aufmerksam auf ihn geworden und neugierig. Labyrinthisches fand ich dennoch:

Auf S. 143 sucht die Hauptfigur, Veit Glassmann, in Chassidischen Geschichten eines Freundes nach dem tieferen Sinn in dessen Leben - doch "er begriff nur wenig. Er fand keine einheitliche Lehre darin., keinen roten Faden, keine Lösung".
Na bitte. Doch wer hätte das gedacht: Aus S. 157 bekommt der nun wirklich arglose Leser eine schöne Zugabe. Durch allerlei Verwicklungen ist Veit im luxuriösen Domizil eines reichen Mannes landet, der sein Geld in kostbaren Kunstgegenständen anlegt. Als Veit ein Bad nimmt, schläft er ein. Dann:

"Ein Geräusch hatte ihn geweckt. Er hörte Schritte auf fen Fliesen. Sein Blick war nach oben gerichtet. Gemälde griechischer Götter zierten die Decke. Im Dunst sah Veit die schöne Europa dem in einen Stier verwandelten Zeus schöne Blicke zuwerfen."

Wie passend, daß sich gleich darauf eine schöne nackte Frau zu ihm ins Bad gesellt . . .

Wie gesagt: ein guter Krimi. Wenn ich auch Mühe mit dem Schluß habe, wo einer der Killer mit seiner Untat davonkommt. Aber so war das ja mit Zeus und mit Theseus auch, in den alten Sagen. Sehr labyrinthisch.

Abb. 1: Klassisches kretisches Labyrinth mit
einem einzigen Gang (in dem man sich nicht
verirren kann)
Abb.2: Allmähliche Veränderung des Labyrinths
in einen Irrgarten (Yrrinthos) durch Einfügen
von Sperren und Öffnungen


Abb. 3: Ein typischer Irrgarten oder Yrrinthos
(engl. maze) mit vielen Möglichkeiten
in die Irre zu laufen
Abb. 4: Der rote Faden der Ariadne, der sicher
durch ein klassisches kretische Labyrinth mit
sieben Bögen führt (vergl. Abb. 1)



Bibliographie

Bukowski, Charles: "Ein Ablehnungsbescheid und die Folgen" (illustrierte Ausgabe seiner ersten Story) (1944). Tolles Heft Nr. 28. Frankfurt am Main 2007 (Büchergilde Gutenberg)
ders.: Hot Water Music. Erzählungen. (Los Angeles 1983). München 1991-11 (dtv TB)
Ceram, C.W.: Götter Gräber und Gelehrte - Roman der Archäologie. (1949) . Hamburg 1951 (Rowohlt)
Colli, Giorgio: Die Geburt der Philosophie. (Milano 1975) Frankfurt am Main 1981 (Europäische Verlagsanstalt) _ Frankfurt am Main 1990 (Athenäum TB)
Dona , Klaus und Reinhard Habeck: Im Labyrinth des Unerklärlichen. Rottenburg 2004 (Kopp)

Enzensberger, Hans Magnus: Im Irrgarten der Intelligenz. Frankfurt am Main 2007 (Suhrkamp)
Gilbert, Stuart: Das Rätsel Ulysses. (London 1958 ca._Faber & Faber) Zürich 1960 (Rhein Verlag)
Guterl, Fred: "Das Rennen zum Mars". In: Das Beste aus Reader´s Digest, Juni 2006, S. 136-143
Hocke, Gustav René: Manierismus I: Die Welt als Labyrinth. Manier und Manie in der europäischen Kunst. Hamburg 1957-09 (rde)
Huxley, Aldous: Das Genie und die Göttin (The Genius and the Goddess). (London 1955) Frankfurt am Main 1958 (Fischer Bücherei)
Karberg, Sascha: Der molekulare Minotaurus. In: FAZ am Sonntag vom 18. Nov 2007
Joyce, James: Ein Portrait des Künstlers als junger Mann (1916) München 2004 (SZ Bibliothek)
Joyce, James: Ulysses (1914 / Paris 1942 /London 1960_The Bodley Head). Wollschläger, Hans (Übersetzung). Frankfurter Ausgabe Bd. 3.1+2. Frankfurt am Main 1975 (Suhrkamp)
Kern, Hermann: Labyrinthe. Erscheinungsformen und Deutungen - 5000 Jahre Gegenwart eines Urbilds. München 1982 (Prestel)
Langgässer, Elisabeth: Das Labyrinth. Fünf Erzählungen. (Hamburg 1949) Frankfurt am Main 1995 (Bibliothek Suhrkamp)
Martin-Jung, Helmut : "Und es bewegt sich doch". In: Südd. Zeitung vom 7. Nov 2007
Nitzschmann, Karin: Die phantastische Welt des Harry Potter. Frankfurt am Main 2007 (Brandes & Apsel)
Rowling, Joanne K.: Harry Potter and the Philosopher´s Stone - und folgende. London 1997-2007 (Bloomsbury)
Schadewaldt, Wolfgang: Die Sternsagen der Griechen. Frankfurt a.M. 1956 (Fischer TB)
Walser, Martin: Jagd. (1988). Frankfurt am Main 1990 (Suhrkamp TB
Williamson, Jack: Wing 4 (The Humanoids). (USA 1949). Düsseldorf 1952 (Rauchs Weltraumbücher)


© 2009 / 2007 für diesen Text: Jürgen vom Scheidt / Quelle: www.hyperwriting.de






Anmerkungen zu diesem Beitrag


Was bezwecke ich mit diesem Labyrinth-BLog ?

Mit dem Labyrinth-Motiv verhält es sich ähnlich wie mit Sigmund Freud und der Psychoanalyse, die in den Medien ebenfalls unablässig zitiert werden (wenn auch - anders als beim Labyrinth - meist sehr ambivalent). Dafür habe ich eine eigene Verzweigung AKTUALITÄT FREUDS eingerichtet, wo ebenfalls entsprechende Zitate, Hinweise und Beobachtungen gesammelt werden.

Das erste Mal kam ich wahrscheinlich als Elfjähriger mit dem Labyrinth-Thema in Kontakt. bei der Lektüre von C.W.Cerams Götter Gräber und Gelehrte, das mir meine Tante Lis 1951 zu Weihnachten schenkte. Im 8. Kapitel ("Der Faden der Ariadne") ist die ganze Geschichte mit vielen Details beschrieben.

Seit rund 5000 Jahren spielen das rätselhafte Symbol und der dazugehörige Mythos eine wichtige Rolle in der abendländischen Kultur. Immer wieder taucht es in Zitaten auf (wobei Labyrinth und Irrgarten gerne verwechselt werden).

Würde man sehr genau recherchieren, würde man wahrscheinlich in jeder Ausgabe beispielsweise der Süddeutschen Zeitungin mindestens einem Beitrag das Labyrinth als Metapher oder Symbol vorfinden - und nicht nur im Feuilleton, sondern auch im politischen und im Wirtschaftsteil - und selbst im Sport-Teil haben wir es schon verschiedentlich gefunden.

Wenn man in der DVD mit dem kompletten Artikel-Archiv der SZ der 13 Jahre 1994-2006 stöbert, wird man unzählige Male fündig - beim Stichwort Labyrinth in allen Varianten (labyrinthisch usw.) ebenso wie bei Irrgarten, dem sprichwörtlichen Roter Faden und den vielen Gestalten der LABYRINTHIADE wie dem Ikaros und dem Daidalos.

Vor allem die Unterhaltungsliteratur schmuggelt gerne das Wort Labyrinth in die Titel von Büchern, um die Leser zu locken. Jüngstes Beispiel: Das Labyrinth (ja: so schlicht geht es auch) - ein Roman aus der Begleitserie zu den Star Wars-Filmen von George Lucas.

Weit raffinierter, aber auch viel direkter macht der italienische Stardirigent Guiseppe Sinopoli (verstorben 2001) das Labyrinth-Motiv in seinem autobiographischen Roman Parsifal in Venedig zum zentralen Thema: Venedig ist für ihn ein Labyrinth. Genau genommen handelt es sich auch hier wieder um das Motiv des Irrgartens - obwohl Sinopoli es besser hätte wissen müssen, denn er erwähnt Hermann Kerns bahnbrechende Studie Labyrinthe. Aber Sinopoli konnte wohl - wie viele Autoren - nicht der zeitlosen Suggestivkraft des Wortes Labyrinth widerstehen. Er vergewissert sich zugleich der Zeugenschaft eines sehr bekannten Philosophen und zitiert Friedrich Nietzsche nach dessen Werk Der Antichrist: "Wir kennen den Weg. Wir fanden den Ausgang." (Sinopoli S. 93)

Viele weitere Details zum Thema finden Sie auf der Verzweigung LABYRINTH , speziell Aktuelles zum Labyrinth-Thema finden Sie auch in meiner Zeittafel LABYRINTHE und in den
← vorangehenden Labyrinth-Blogs in der Liste linkerhand.



© 20. Juni 2016 / 2007 für diesen Text: Jürgen vom Scheidt und IAK München / Quelle: www.hyperwriting.de