WILLENSKRAFT - GEGENWILLE - WIDERSTAND

Wie stellt man es an, (mehr) Erfolg zu haben?



Einige Begriffe, für welche sich die moderne Psychologioe nur noch wenig interessiert - wenn überhaupt.

Dabei sind sie von zentraler Bedeutung, und nicht nur für das Thema "Hochbegabung".

Großansicht
Details
Zum Fließtext

[2004-11-10 ok / ur 2004-11-04]


(Autor: Jürgen vom Scheidt)


Ein Leser meines Buches Das Drama der Hochbegabten schrieb mir:

"In meinem Leben war ich immer an Führungspersönlichkeiten interessiert, denn ich habe in Krieg und Frieden mittlere Führungspositionen innegehabt. Denkt man über Führungseigenschaften nach, so findet man auch da - mindestens teilweise - Hochbegabte.
Und dabei stosse ich auf die Frage, warum Sie die Hochbegabung allein am Grad der Intelligenz festmachen. Ich halte den Charakter für mindestens ebenso wichtig für das Erreichen grosser Ziele!
Beispiel: Hohe Intelligenz kann grosse Ideen hervorbringen. Die Umsetzung in die Tat geschieht aber erst, wenn der Wille dazu vorhanden ist. Und Wille ist Charaktereigenschaft.
Zugegeben, auch der Charakter ist grossenteils eine Begabung. Aber warum haben Sie ihn dann nicht erwähnt?"


Meine Antwort:
Mein Buch ist von ursprünglich geplanten 300 Seiten auf deren 420 angewachsen, und es mußte trotzdem vieles wegfallen, was ich eigentlich vorgesehen hatte, um das Volumen nicht völlig aus den Nähten platzen zu lassen; ein daraus resultierender Buch-Ladenpreis von weit über 25 €uro hätte vermutlich zu viele Leser abgeschreckt. Aber es gibt ja die Möglichkeit, Themen ins Internet auszulagern - und dies ist eines dieser Themen. Die Anfrage hat mich sehr angeregt, den Begriffen Willenskraft beziehungsweise Willensstärke näher auf den Grund zu gehen - gerade weil sie in der modernen Psychologie ziemlich aus dem Blcikfeld verschwunden sind. Meine Antwort ist deshalb etwas ausführlicher geraten.

Was das Spezialthema "Hochbegabung und Charakter" angeht, so habe ich über´s Buch verstreut immer wieder Bezug darauf genommen - etwa in

° Kapitel Fünf, wo ich anhand eines idealtypischen Lebenslaufs positive und negative Entwicklungen vorstelle

° und in Kapitel Neun die Überlegungen zu "Weisheit und Verantwortung" (S. 273).

Zu diesem spannenden Thema ließe sich natürlich noch weit mehr schreiben, und am besten sollte ich dem Thema "Hochbegabung und Charakter" ein eigenes Kapitel widmen. Dies wird vielleicht noch geschehen - dann aber aus Platzgründen - und um die Labyrinth-Metapher im Buch-Konzept nicht völlig zu sprengen - wahrscheinlich hier auf der Website. Doch im Augenblick drängen sich mit folgende Gedanken speziell zur Willens-Thematik auf:



Willenskraft


Was Willenskraft ist, braucht man kaum jemanden zu erklären. Aber den Gegenwillen findet man nicht im - wenn auch schon recht veralteten - Wörterbuch der Psychologie von Wilhelm Hehlmann aus dem Jahr 1965. Und man findet ihn nicht einmal im Register vom Vokabular der Psychoanalyse von Laplanche und Pontalis - wo ansonsten so ziemlich alles verzeichnet ist, was mit Freud und der Psychoanalyse zusammenhängt.

Im Internet stößt man immerhin auf 1´800 Nennungen, wenn man dieses Wort bei Google eingibt. Aber kaum eine bezieht sich auf den ursprünglich von Sigmund Freud gemeinten Sinn, als er diesen Begriff 1892 in die (Tiefen-)Psychologie einführte. In seiner ersten medizinisch-psychologischen Arbeit über die Phänomene der Neurasthenie und der Hysterie befaßte sich der Wiener Nervenarzt mit einem seltsamen Gebaren neurotisch gestörter Hysteriker. Wenn sie ein bestimmtes Verhalten oder bestimmte Gedanken produzieren wollten, brachten diese stattdessen etwas ganz anderes zum Vorschein, und zwar meist etwas als sehr peinlich Empfundenes - zum Beispiel ein schnalzendes Geräusch, das "der Mund macht". Freud nennt dies Kontrastvorstellung und schreibt hierzu:

"Exquisit hysterisch ist es nun, daß sich diese gehemmte Kontrastvorstellung, wenn es zur Ausführung des Vorsatzes kommen soll, mit derselben Leichtigkeit durch Innervation des Körpers objektiviert wie im normalen Zustande die Willensvorstellung. Die Kontrastvorstellung etabliert sich sozusagen als ´Gegenwille´." (1892, S. 10 - Hervorhebung JvS)




Blockaden als Ausdruck des Gegenwillens


Die heutige Psychologie, wie sie an den Universtitäten geforscht und gelehrt wird, kann mit derlei Vorstellungen nichts anfangen - so ein Gegenwille läßt sich nämlich im Sinne des heute herrschenden naturwissenschaftlichen Objektivismus nicht ausfindig machen - nicht durch standardisierte Interviews und schon gar nicht durch die Untersuchung neuronaler Netze mittels Kernresonanz-Spektroskopie und ähnlich schicker high tec-Verfahren.

Für die tägliche Arbeit als Psychologe ist es jedoch ungemein praktisch, sich solcher anschaulicher Konzepte zu bedienen - zum Beispiel dann, wenn man erklären möchte, wie es zu einer Schreib-Blockade kommt. Da will beispielsweise jemand eine Doktorarbeit verfassen, hat fleißig recherchiert und alles vorbereitet... Aber der Doktorand schafft es nicht, auch nur eine Zeile zu Papier zu bringen.

Alle Willenskraft nützt nichts - wenn ein starker Gegenwille im Unbewußten sich dagegenstemmt. Was man in solchen Fällen tun kann, beschreibe ich im Kapitel WIR LÖSEN BLOCKADEN. Hier geht es mir jedoch um etwas anderes. Bei jeder Art von Blockade (der Kreativität) finden wir ein grundsätzliches Wechselspiel zwischen einer Willensäußerung und entgegengesetzten seelisch-geistigen Kräften.

Ein sehr einfaches, aber in der Praxis schon recht wirkungsvolles Konzept wurde ursprünglich von Freud vorgeschlagen: Die Unterteilung der Persönlichkeit in drei Instanzen mit Namen Ich (weitgehend identisch mit dem Ich-Bewußtsein), Es (im Prinzip unbewußt) und Überich (weitgehend unbewußte bzw. vorbewußte seelische Kräfte). Dies wurde später von seinen Schülern und Nachfolgern verbessert oder umformuliert. Zum Beispiel ist um einiges anschaulicher das von Eric Berne 1964 vorgeschlagene Dreigestirn von

° Erwachsenen-Ich ° Kind-Ich ° Eltern-Ich

Wie gesagt: Freuds Konzept stammt aus der Zeit um 1900 und Eric Bernes Transaktionale Analyse aus den 1960-er Jahren. Viele Psychologen sind der Ansicht, das sei veraltet - wie eben auch die Begriffe Willenskraft und Gegenwille. Ich meine: jedes Konzept, das mir in der täglichen psychologischen Arbeit, insbesondere im Gespräch mit Klienten, weiterhilft, ist ein sehr gutes und äußerst modernes Konzept und keineswegs überholt - allenfalls durch den Zeitgeist - und der "treibt jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf", wie es so anschaulich heißt.

.

Der blockierte Germanistik-Student Sven T.


Ein Beispiel: Der fleißige Student der Germanistik Sven T. will - ganz im Sinne seiner nun schon sechs Jahre währenden Studien und seiner 25 Lebensjahre - seine Universitätszeit mit einer guten Magisterarbeit abschließen (Erwachsenen-Ich).

Aber ein anderer Teil von ihm, der sich all die Jahre in den germanistischen Vorlesungen und Seminaren entsetzlich gelangweilt hat und lieber selbst Romane geschrieben hätte als die Romane längst toter Autoren zu analysieren und zu kritisieren (oder Gesangsunterricht nehmen und eine Karriere als Opernsänger anstreben möchte), sabotiert nun die "erwachsene" Krönung all dieser Mühen. Denn dies würde ja den "falschen" Wissensschatz und eine entsprechende berufliche Laufbahn für viele Jahre festschreiben.

Dieses Kind-Ich (wie man es nennen könnte) kann einen ungemein mächtigen Gegenwillen ausüben - schon deshalb, weil es sich - als archaische Vorform der Erwachsenen-Persönlichkeit - gewissermaßen näher "am Körper" und an der Kontrolle über ihn befindet.

Meistens tragen auch noch die Vorstellungen und Ewartungen der Eltern und der übrigen Umwelt kräftig zu diesem psychosozialen Kraftfeld bei: das erwähnte Eltern-Ich. (Letzteres ist dem Freudschen Konzept des Überich verwandt - aber nicht mit ihm identisch, denn dort fließen noch allgemeine kulturelle und gesellschaftliche Mechanismen und Vorstellungen mit ein - zum Beispiel alles was "man tut" und "nicht tut".)

Um dies abzuschließen: Auf Dauer läßt sich der Gegenwille nicht unterdrücken. Es muß eine Form von Kompromiß gefunden werden, die allen diesen Kräften in etwa gerecht wird - und für das Individuum die Möglichkeit schafft, seine (oft verschütteten oder gebremsten) Talente angemessen zu entfalten. Nur so läßt sich die nötige Willenskraft erzeugen, die letztlich hinter jedem Erfolg steht.

Glücklich der Mensch, der von vorneherein gut angepaßt ist und entsprechend ermutigt wird, seinen Willen so zu fokussieren und dadurch zu maximieren (und den Gegenwillen entsprechend zu minimieren!), daß sich schon sehr früh - spätestens in der Schule - gute Erfolge einstellen, die in einem komplexen Rückkopplungssystem zu immer neuen Erfolgserlebnissen und entsprechender Stärkung der Willenkraft führen.

Gerade unter Hochbegabten - die doch eigentlich aufgrund ihrer großen Talente "auf Erfolg" geradezu programmiert sein müßten - finden man jedoch ganz im Gegenteil viele Underachiever und (psychisch gebremste) Latente, die im Leben überhaupt nicht zurechtkommen.



Widerstand nicht brechen


Der klassische Weg zur Änderung, den Freud schon 1892 genial erkannt hat, war es, zuerst herauszubekommen, wie der fatale Gegenwille eigentlich aussieht und wie er entstanden ist.
(In der Regel sind psychische Traumata die Ursache oder eine wenig förderliche Umwelt, die beispielsweise Talent nicht erkennt oder sogar bekämpft - oder schon die keimende Willensstärke eine Kindes nicht akzeptiert, sondern als Trotz diffamiert und unterdrückt - buchstäblich den "Willen bricht").

Zunächst benützte Freud Hypnose, um den Gegenwillen gewissermaßen aufzulösen. Er erkannte jedoch bald, daß damit nichts gewonnen ist und die erzielten Erfolge nur Schein-Siege waren. Gleich ob man Hypnose oder Rauschdrogen (z.B. Alkohol) einsetzt, um eine Blockade zu brechen - es nützt nichts. Sobald die Wirkung des Blockadebrechers nachläßt, äußert sich der Gegenwille umso heftiger. Und sei es in Form einer massiven Depression.

Später verwendete Freud anstelle des Begriffs Gegenwille einen anderen: Widerstand. Seine Formel, welche man als die Quintessenz der von ihm damals (ab 1895) entwickelten Psychoanalyse bezeichnen könnte:

Den Widerstand soll man nicht brechen - sondern sichtbar machen und mit ihm arbeiten.



Nochmals: der Gegenwille


Freud selbst hat den Begriff Gegenwillen später nicht mehr verwendet (jedenfalls vermerkt das Register seiner Gesammelten Werke dies nicht) und stattdessen den Begriff des Widerstands in den Mittelpunkt seienr Überlegungen und seiner psychoanalytischen Therapie gestellt: Die Analyse und Arbeit mit Widerstand und Übertragung hat er sogar einmal als die letztlich einzigen Pfeiler seiner Heilkunst bezeichnet, die er keinesfalls aufgeben würde, wenn alle anderen theoretischen Überlegungen und Konzept sich als obsolet erweisen sollten [das Originalzitat finde ich leider nicht].

Ich finde es schade, daß Freud das Konzept des Gegenwillens wieder aufgegeben hat - zuletzt benützte er den Ausdruck 1901 in seiner Psychopathologie des Alltagslebens, wo er über "Verlegen - Zerbrechen - Vergessen als Ausdruck eines zurückgedrängten Gegenwillens" referiert (S. 261) . Danach ist eigentlich nur noch vom Widerstand die Rede.

Gegenwillen ist jedoch viel anschaulicher, weil es sichtbar macht, was eigentlich der Kern eines Widerstands oder einer Blockade ist: nämlich ein aktives, aber nicht bewußtes Handeln - eben ein Wille



Die Verteufelung des Erfolgs


Ein Spezialproblem, auf das ich ein andermal vielleicht näher eingehe, ist die Verteufelung des Erfolgsstrebens, die man gerade bei Underachievern nicht selten findet - entsprechend dem Motiv der "sauren Trauben". Wenn die mit Hilfe der Hochbegabung phantasierten Zukunftsvisionen nicht rasch erreicht werden, geben schon Schulkinder bald auf, sich weiter aktiv um die Verwirklichung dieser Träume zu bemühen.

Man sieht diese fatale Entwicklung häufig bei Schülern, die sich in der Volksschule mit dem Lernen sehr leicht tun (typisches Merkmal Hochbegabter!) - und dann im Gymnasium bald "auf die Nase fallen",. Denn sie haben keine der Lerntechniken internalisiert, welche sich die durchschnittlich Begabten schon zu Beginn ihrer Schulkarriere aneignen müssen, um jene einigermaßen passablen Noten zu erlangen, welche Hochbegabte zunächst gewissermaßen "aus dem Ärmel schütteln".

Vor allem haben letztere nicht gelernt, sich geduldig hinzusetzen und Vokabeln, Formeln etc. auswendig zu lernen. Sie verstehen dann zwar eine Zeitlang, was der Lehrer im Unterricht vorträgt - rascher sogar als ihre durchschnittlich begabten Mitschüler - aber sie ersparen sich zuhause die Durchdringung des Stoffs und die automatisierte Aneignung wichtiger Zwischenschritte. In der Prüfungssituation brauchen sie dann viel zu lang, um diese Zwischenschritte quasi "nachzuentdecken" - und scheitern.

Nur jene hochbegabten Schüler, welche sich auf dem Gymnasium rasch gute Lerntechniken aneignen und es vor allem für sinnvoll halten, Erfolg anzustreben und entsprechenden Ehrgeiz zu entwickeln, überstehen diese Zeit ohne allzugroße Blessuren (= Enttäuschungerlebnisse bis hin zu massiven Depressionen und entsprechender totaler Lern- und Schulverweigerung).

Da hilft dann eigentlich nur noch eine Psychotherapie - die es aber speziell für Hochbegabte derzeit kaum gibt. Und die vielleicht sogar nicht einmal möglich ist, wenn "der Karren erst einmal im Dreck steckt".

Erschwerend kommt nämlich noch die Pubertätsthematik mit all ihren Schwierigkeiten hinzu, welche gerade hochbegabte Jugendliche rasch in eine totale Verweigerungshaltung führen kann - haben diese doch in ihrem Selbstverständnis den "großen Durchblick", durchschauen etwa die - durchaus vorhandenen - negativen Mechanismen des kapitalistischen Establishment und flüchten sich in linksutopische Phantasien. Damit verbunden ist oft eine massive Kritik an jeder Form des Erfolgsstrebens und des Ehrgeizes erfolgreicher Menschen. dies mündet leicht in Sozialneid und psychosozialen Mechanismen, die jedoch letztlich nicht zur Verbesserung der "schlechten Welt" beitragen, sondern im Gegenteil die eigene Lebenssituation und -qualität fortlaufend verschlechtern.

(Ich weiß, daß es ganz so einfach nicht ist - daß vieles an der Kapitalismus-Kritik zutrifft - aber totale Verweigerung bringt überhaupt nichts. Ganz im Gegenteil geht so mancher "kritische Verstand" für die Verbesserung der Weltsituation verloren - oder schlägt wie bei Osama bin Laden und Adolf Hitler in zerstörerischen terroristischen Haß um.)

Aus solchen "Verweigerungs-Karrieren" gibt es eigentlich nur eine einzige Chance des Entkommens: die (oft viele) Jahre später doch noch unternommene Realisierung des angeborenen Potenzials als Spätentwickler. Was zum Glück eine echte Chance ist.



Wie Ritalin helfen kann


An anderer Stelle habe ich anhand meiner eigenen RITALIN-ERFAHRUNGEN beschrieben, wie dieses Medikament helfen kann, sich besser zu konzentrieren und notwendige Aufgaben zu bewältigen. Ich habe gemerkt, daß dies auch zu einer deutlichen Verbesserung der Willenkraft führt. Was kein Wunder ist. Denn durch bessere Konzentration

° gelingen die kleinen Erfolgsschritte, aus denen sich die Realisierung jedes größeren Projekts zusammensetzt;

° diese führen zu (Selbst-)Ermutigung, welche die Willenskraft enorm stärkt;

° und diese wiederum erleichtert die nächsten kleinen Erfolgsschritte;

° und so weiter in einem sich selbst verstärkenden Regelkreis,

° dessen Insgesamt man dann als Willensstärke von außen bewundert.

Es ist natürlich weit einfacher, wenn dieser Regelkreis schon in der Kindheit seine Schwungkraft entfaltet und durchs Schul- und Berufsleben hindurchträgt. Aber das ist das Wunderbare an dem (gleichzeitig und mit Recht so vielgescholtenen) Wundermittel Ritalin: Es gibt auch dem Spätentwickler eine Chance, die "Kurve noch zu kriegen"!

Voraussetzung bei alledem ist allerdings - was gerade von den Ritalin verschreibenden Ärzten gerne übersehen wird -

° daß jedes Medikament dieser Art seine eigentliche Wirkung erst entfaltet

° und Fehlentwicklungen vermieden werden,

° wenn irgendeine Form von therapeutischer Begleitung dafür sorgt, daß auch eine seelisch-soziale Nachreifung stattfindet. Während dieser muß vor allem der (nach)pubertäre Trotz aufgegeben werden, samt Besserwisserei und grandioser Selbstüberschätzung.

Eine Psychotherapie der üblichen Form (Zweier-Beziehung) nützt hierbei allerdings wenig, wenn nur "über die Probleme geredet" wird. Es muß aktiv etwas für die Umsetzung des Kreativen Prozesses in Form künstlerischer, aber auch alltagspraktischer Form in bescheidenen "tausend kleinen Schritten" erfolgen.

Vieles kann man auch - gerade was die zwischenmenschliche Beziehungsebene angeht - mit Hilfe der ThemenZentrierten Interaktion (TZI) nach-gelernt und nach-gereift werden.


Bibliographie

Berne, Eric: Spiele für Erwachsene. (1964). Reinbek 1967 (Rowohlt)
Freud, Sigmund: "Ein Fall von hypnotischer Heilung - nebst Bemerkungen über die Entstehung hysterischer Symptome durch den ´Gegenwillen´". (1892/93). In: Gesammelte Werke Bd. I. Frankfurt am Main 1964 (S. Fischer)
ders.: Studien über Hysterie. (1895). G W Bd. I. Frankfurt am Main 1964 (S. Fischer)
ders.: Zur Psychopathologie des Alltagslebens. (1901). G W Bd. IV. Frankfurt am Main 1969 (S. Fischer)
Hehlmann, Wilhelm: Wörterbuch der Psychologie. Stuttgart 1965 (Kröner)
Laplanche, J. und J.-B. Pontalis: Vokabular der Psychoanalyse. (1967) Frankfurt am Main 1972 .


© 2007 / 2000 für diesen Text: Jürgen vom Scheidt / Quelle: www.hyperwriting.de