KATALOG: AUTOREN ALS SSL: A bis L

Verzeichnis "Schreibseminarleiter, die auch Autoren sind oder Kurse in Creative Writing besucht haben"



Letzte Aktualisierung:

23. Jan 2010




(Schreiben ist dem Stierkampf nicht unähnlich: man muß "den Stier bei den Hörnern packen" - symbolisch natürlich.)

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[2010-01-23 ok / ur 2004-10-14]


Autor: Jürgen vom Scheidt


Die Autoren der Buchstaben M bis Z und die Quellen (Gesamt-Bibliographie) finden Sie unter KATALOG: AUTOREN ALS SSL: M bis Z



6. Sep 2009

Japanischer Überflieger


Über den in England lebenden japanischen Erfolgsautor Kazuo Ishiguro hieß es in der FAZ vom 5. Sep 2009 (David, Thomas (Interviewer): "Belügen sie sich selbst, Mister Ishiguro?", S. Z6):
"Ishiguro studiert von 1974 bis 1978 Anglistik und Philosophie an der Universität von Kent. 1979 und 1980 nimmt er an dem renommierten Creative-Writing-Kurs der Universität von East Anglia teil. Anfang der achtziger Jahre arbeitet er für eine Obdachlosenhilfe in London. Damals in Nagasaki, Ishiguros erster Roman, erscheint 1982.
Ishiguro ist Autor von sechs Romanen ... Was vom Tage übrigblieb, Ishiguros bekanntester, 1989 mit dem Booker Prize ausgezeichneter Roman, wurde 1993 unter der Regie von James Ivory mit Anthony Hopkins und Emma Thompson in den Hauptrollen verfilmt."



8. April 2009

Tito Banda, oder: In Malawi schreibt man auch


Der Zwischentitel ("In Malawi schreibt man auch") mag herablassend klingen - soll es aber keinesfalls sein. In dem Artikel der Süddeutschen Zeitung , dem ich die folgenden Informationen entnahm (Müller 2009), ging es eigentlich nur am Rande ums Schreiben, vielmehr um den Verfall kultureller Traditionen und Identität in diesem afrikanischen Land; oder auch darum, dass gerade Pop-Star Madonna ein zweites Adoptivkind aus Malawi adoptieren will (was man ihr allerdings verweigerte).
Aber in Malawi gibt es auch so wenig Papier, dass Schriftsteller wie Tito Banda ihre Bücher nicht oder nur in winzigen Auflagen drucken lassen können. Deshalb unterrichtet er oral literature und eben auch Kreatives Schreiben.
Ich kenne seine drei Bücher nicht, aber hier seien sie zumindest genannt:
Vidokonis (das sind mündlich überlieferte Legenden, die der Autor hier erstmals gedruckt vorgelegt hat - vergriffen)
° ein Roman (Titel nicht genannt, vergriffen)
° Bitter Disaproval (dieser Roman konnte noch nicht erscheinen, weil - siehe unten)
Warum es in Malawi so wenig Papier gibt, obwohl das Land einst üppige Wälder besaß? Ganz einfach: Der erste Präsident des Landes, Kamuza Banda, war der Meinung, dass man das Land dringend modernisieren müsse. Weil die weißen Kolonialherren so tolle Tische in ihren Häusern stehen hatten, ließ er die Wälder abholzen - und unzählige Tische herstellen. Ein reicher Investor, der die Wälder aufkaufte, machte ihm das nach, stellte die Papierproduktion ein und ließ stattdessen Möbel aus dem Holz machen. Deshalb hat heute wohl so ziemlich jedes Haus in Malawi einen tollen Tisch - aber Bücher kann man keine mehr drucken, weil das für die Papierherstellung benötigte Holz - eben. . .



26. Okt 2006

Nachtrag: Kiran Desai


Der jedes Jahr in Großbritannien an Autoren englischer Sprache vergebene Man-Booker-Prize wird in literarischer Hinsicht noch höher eingestuft als der Nobelpreis. Dieses Jahr bekam ihn die aus einer indischen Familie stammende, aber in England aufgewachsene Kiran Desai für ihren Roman Erbin des verlorenen Landes. Über die 35-jährige Autorin konnte man in der Südd. Zeitung vom 12. Okt 2006 (Profil, S. 4) lesen:
"Derzeit ist sie als Studentin des Kurses für Kreatives Schreiben an der New Yorker Columbia-Universität eingeschrieben."
Na bitte.







Derzeit sind in dieser Liste 72 Autoren verzeichnet (Stand: 23. Jan 2010).
Nicht überall ist die eigene Website angegeben, weil sie noch nicht bekannt war - oft wird man bei Google fündig.

Doch ab und zu ist ein Thema erschöpfend behandelt - oder eine weitere Aktualisierung macht wenig Sinn. Diese Beiträge werden im Datumsfeld mit einem END nach dem letzten Aktualisierungsdatum (= linke Zahl) gekennzeichnet.
Mit diesem Kürzel kann man auch gezielt nach ihnen suchen. Irgendwann "muaß halt amal a Ruah sei" (wie man in Bayern sagt), resp. so eine Liste eingefroren werden. Weil man sie ohnehin nie perfekt erfassen kann - und weil diese Verzweigung sonst allzusehr anschwillt. Nach dem 31. Jan 2010 wird es also voraussichtlich keine neuen Einträge mehr geben. Es sei denn -

° Wenn sich (außer Günter Grass - s.u. Nachtrag) noch ein Nobelpreisträger für Literatur als ehemalige oder - noch besser - als aktiver Leiter von Schreib-Seminaren entpuppt

° oder aus solch einem Etablissement noch ein Nobelpreisträger hervorgekrochen kommen sollte -

- dann wird dies natürlich hier verzeichnet.




2006-08-13

Nachtrag: Günter Grass



Tja, es gab tatsächlich einen Nobelpreisträger im Schreib-Seminar (und nun könnte ich diese Liste wirklich beruhigt schließen): Günter Grass im Literarischen Coloqium zu Berlin. Zufällig hab ich das bei einer Recherche entdeckt - s. unten das Zitat aus der Süddeutschen Zeitung. Und so sind also auch Günter Grass, Walter Höllerer und Hubert Fichte in dieser Liste gelandet.
Aber war das Literarischen Coloqium denn wirklich eine Schreib-Werkstatt? War die von Hans Werner Richter initiierte Gruppe 47 vielleicht am Ende auch eine? Sicher nicht im heutigen Sinne des Creativre Writing.und schon gar nicht im Sinne des von mir vertretenen HYPERWRITING. Aber wenn man die Definition weit genug faßt - ähnlich wie die writer´s workshops der ameriknaischen SF-Autoren waren sie sicher. Aber dann würde diese Liste unendlich lang, müßte außer Barbara König (die ich sehr schätze) noch so manche andere Autorin und mancher anderen Autor aufgenommen werden. Aber wie gesagt: "A Ruah muas amol sein..."


Man muß nur aufmerksam eine gute Zeitung lesen bzw. ihre Online-Version. Per Zufall stieß ich - während einer Recherche zu Günter Grass´ als Mitglied der Waffen-SS - auf eine Rezension (Südd. Zeitung vom 4. Aug 2006) von Hubert Fichtes Die zweite Schuld. Darin heißt es:

"Fichte interviewte fast zwanzig Jahre später die Personen, mit denen er 1963/64 am soeben gegründeten Literarischen Colloquium Berlin (LCB) eine erste Textwerkstatt absolvierte, ein Vorläufer heutiger Creative-Writing-Kurse. Und trotz der fragmentarischen Form, trotz aller Vorläufigkeiten gibt das unschätzbare Einblicke in den sich entwickelnden Literaturbetrieb. [...]
Was damals Anfang der sechziger Jahre am Berliner Wannsee passierte, war das Betreten von Neuland: junge, unbekannte Autoren widmeten sich, ohne Anbindung an den traditionellen deutschen Geniegedanken, unter Anleitung von erfahrenen Schriftstellern den handwerklichen Aspekten des Schreibens. Berühmt wurde die Aufgabe, die Günter Grass den nachwachsenden Prosadichtern stellte: Sie sollten sich der „Telefonseelsorge“ widmen. Initiator war Walter Höllerer, der Gründer des LCB: ein unermüdlicher Anreger und Kommunikator, der kurz vorher in den USA durch die Begegnung mit den Beatliteraten um Allen Ginsberg und Gregory Corso sein Erweckungserlebnis hatte und danach in West-Berlin zu einem Jürgen Klinsmann des Literaturbetriebs wurde. Zu der Werkstatt „Prosaschreiben“ im LCB, einem der ersten Projekte in dieser von der Ford-Foundation großzügig finanzierten Institution, wurden neben dem völlig unbekannten Hubert Fichte auch die völlig unbekannten Nicolas Born, Hermann-Peter Piwitt, Hans-Christoph Buch, Ror Wolf, Peter Bichsel und andere eingeladen: prägnante Autoren der nächsten Jahrzehnte, deren Karriere hier begann.
Fichtes Recherche zielt genau darauf: In welcher Atmosphäre, unter welchen Bedingungen fand die „Erfindung des Literaturbetriebs“ damals statt? Seine Interviews, seine Fragestellungen zeigen, dass er keineswegs objektiv und distanziert an das Geschehen herantritt: Er ist Partei, er hat den Blick von unten, und der Titel „Die zweite Schuld“ ist Programm. Es geht um die Schlüsselszene der LCB-Exerzitien für Fichte, sie kommt mehrfach vor. Günter Grass beurteilte als Schreibschulenleiter die Texte des Juden und Schwulen Joachim Neugröschel. Diese Texte waren nicht gut, räumt Fichte ein. Und Grass rechnete schonungslos mit ihnen ab. Wie er das allerdings tat, hatte für die Beteiligten einen unangenehmen Beigeschmack. [...]
Kein gutes Haar wird an John Steinbeck gelassen, damals so etwas wie Philip Roth und John Updike in einem, oder an Witold Gombrowicz, der ebenfalls einen Gastvortrag für die Teilnehmer der Schreibwerkstatt hielt.




2006-08-11: Nachtrag (in alten Manuskripten entdeckt):


"Der Zulauf zu Seminaren für Creative Writing ist immens und eine ganze Reihe sehr erfolgreicher junger Autoren sind aus diesen Kursen hervorgegangen: Bret Easton Ellis, Jay McInnerney, Tama Janowitz, Michael Chabon." (Angelika Felendar in einem Bericht über Creative Writing in den USA, Manuskript, 1989)




Liste der Autoren / Schreibseminar-Leiter


Aldiss, Brian


Aldiss ist einer der renommiertesten britischen Schriftsteller im Bereich der Science fiction. Wie andere prominente SF-Autoren (s. auch Isaac Asimov und James Blish), hat er es stets als eine seiner Aufgaben betrachtet, Anfängern (die ihre ersten Schreib-Meriten in der Regel mit Beiträgen zu den Fan-Magazinen der SF-Clubs erringen) bei den ersten Schritten in die Professionalität zu helfen.
Auf seiner Website http://www.brianwaldiss.com wird man bestens über sein Werk informiert.
[S. auch -» Blish, James.]



Allen, Roberta


Kühn und vollmundig wie viele amerikanische Autorenn verspricht die Dozentin für Creative writing Roberta Allen, daß man nach der Lektüre von Literatur in 5 Minuten (so der Titel ihres Buches) verfertigen kann. Warum nicht - ihr Rezept ist bestechend einfach und wir werden es im nächsten Seminar gerne probieren:
Aus einem Katalog von 300 Themen ein Sujet auswählen, den Wecker auf fünf Minuten später stellen - und sofort loslegen. "Die zeitliche Begrenzung macht Ihren Kopf frei, bündelt Ihre Energie und zwingt sie, konzentriert und gleichzeitig spontan zu schreiben." (Werbetext von Zweitausendeins)
So etwas ist bei uns eine von vielen Übungen - diese tolle Frau macht ein ganzes Buch mit 269 Seiten daraus. Respekt - das ist (Selbst-)Marketing!
(Es gibt übrigens jemanden, der sie in punkto Schnelligkeit und Konzentration noch weit übertrifft: Dan Hurley, "The 60-Second Novelist - what 22,613 People Taught Me About Life" - vow!! Aber der gibt keine Schreibseminare und hat hier deshalb eigentlich gar nichts zu suchen. Seine Mikro-Romane sind allerdings köstlich - auch eine originelle Schreib-Idee: Mit der Schreibmaschine sich an eine Straßenecke oder in eine Party setzen, Passanten kurz über ihr Leben ausfragen - und dann "60 seconds" schreiben. Die winzigen "novels" sind wirklich gut.)



Asimov, Isaac


Der Altmeister der Science Fiction und Autor vieler erfolgreicher Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen (mit einem Gesamtwerk von mehr als 200 Büchern!) schreibt in einer autobiographischen Skizze Opus 200 (S. 181):
"Im Februar 1934 kam ich in die sechste Klasse der Boy´s High School. Als verblüffende Neuerung bot man dort Kurse in Kreativem Schreiben für diejenigen an, die sich dafür interessierten, und ich nützte die Chance sofort...."
Der Kurs stellte sich für den Vierzehnjährigen, wie er selbst zugibt, "als Fiasko" heraus. Denn er glaubte, bereits alles zu können, nur mit seinem Wissen und Können glänzen zu müssen - und nichts mehr lernen zu können.
Die Tatsache, daß er das Erlebnis gleich zu Beginn seiner autobiographischen Skizze anführt, interpretiere ich so, daß es wohl keine schlechte Wirkung gehabt hatte. Jedenfalls war Asimov einer der amerikanischen Autoren, die in den späteren Autoren-Workshops jungen Nachwuchs-Autoren der SF bei ihren ersten Gehversuchen halfen (s. auch → Brian Aldiss).



Banda, Tito


In Malawi gibt es auch so wenig Papier, dass Schriftsteller wie Tito Banda ihre Bücher nicht oder nur in winzigen Auflagen drucken lassen können. Deshalb unterrichtet er oral literature und eben auch Kreatives Schreiben.
Ich kenne seine drei Bücher nicht, aber hier seien sie zumindest genannt:
Vidokonis (das sind mündlich überlieferte Legenden, die der Autor hier erstmals gedruckt vorgelegt hat - vergriffen)
° ein Roman (Titel nicht genannt, vergriffen)
° Bitter Disaproval (dieser Roman konnte noch nicht erscheinen, weil - siehe unten)
Warum es in Malawi so wenig Papier gibt, obwohl das Land einst üppige Wälder besaß? Ganz einfach: Der erste Präsident des Landes, Kamuza Banda, war der Meinung, dass man das Land dringend modernisieren müsse. Weil die weißen Kolonialherren so tolle Tische in ihren Häusern stehen hatten, ließ er die Wälder abholzen - und unzählige Tische herstellen. Ein reicher Investor, der die Wälder aufkaufte, machte ihm das nach, stellte die Papierproduktion ein und ließ stattdessen Möbel aus dem Holz machen. Deshalb hat heute wohl so ziemlich jedes Haus in Malawi einen tollen Tisch - aber Bücher kann man keine mehr drucken, weil das für die Papierherstellung benötigte Holz - eben. . .



Baricco, Alessandro


hat mit City einen wunderbar verrückten Roman über einen zwölfjähjrigen Wunderknaben vorgelegt, der seine Umgebung gehörig durcheinander wirbelt.
Baicco gründete 1994 in Turin die Scuola Holden als "Privatschule für creative writing", wie es im Klappentext der Taschenbuchausgabe (dtv) heißt.



Bhatt, Sujata


Die aus Indien stammende, lange Zeit in den USA und seit 1988 in Deutschland lebende Lyrikerin studierte an der University of Iowa Creative Writing und schloß dort beim Writer´s Workshop ihre Ausbildung ab.
"Mit sechs Gedichtbänden [...] ist sie eine gefeierte, mit mehreren Preisen ausgezeichnete, ihre Heimat Indien, Amerika und Deutschland [...] verbindende, eigenständige Stimme." (Joachim Sartorius in der Südd. Zeitung vom 10. Juni 2003)



Bickham, Jack A.


"... erfolgreicher Autor von Kurzgeschichten und Romanen und Lehrer für Creative Writing.
(Aus der Ankündigung von Bickhams Ratgeber Shortstory . Dieses Buch empfehle ich jedem, der Kurzgeschichten schreiben möchte. Ich tue dies allerdings mit einer Einschränkung: So sehr ich Karteikarten selbst gerne einsetze: Bickham frustriert seinen Leser ungeheuer, wenn er ihn erst einmal Hunderte (!) von solchen Karten anlegen läßt, bevor der erste Satz der eigentlichen Geschichte geschrieben werden darf. So funktioniert das einfach nicht - allenfalls bei einem Roman.)



Blish, James


Writer´s Workshops waren in der SF-Welt schon sehr früh üblich. Dabei halfen etablierte Autoren des Genres Anfängern, die Grundlagen des professionellen Schreib-Handwerks zu erlernen. Am bekanntesten sind Veranstaltungen wie der Clarion Writers Workshop (ab 1955) und nach dessen Einstellung 1972 ab dem selben Jahr die Milford Science Fiction Writer´s Conference. Diese wurde von James Blish und seiner Frau J.A. Lawrence nach deren Umzug nach Milford in England begründet.



Boucher, Anthony


Boucher war Begründer und langjähriger Herausgeber des renommierten US-amerikanischen Magazine of Fantasy and Science Fiction . Eine zeitlang hielt er "einmal pro Woche einen Schreibkurs in seiner Berkeleyer Wohnung ab. Jeden Donnertag konnte jeder, der eine symbolische Gebühr von einem Dollar entrichtete (im allgemeinen acht bis zehn Personen am Abend), seine Manuskripte Bouchers gestrenger, aber wohlwollender Prüfung überlassen. Er las sie laut vor, mit einer Stimme, die der von Dylan Thomas ähnelte."
Das war sicher nicht ein Seminar in Creative Writing, wie wir es veranstalten würden - aber es war für angehende Autoren wie Philip K. Dick eine wichtige Unterstützung in ihrer beginnenden Schriftsteller-Karriere. (zit. n. Lawrence Sutin, S. 114)



Boyle, T.C.


"US-Bestsellerautor T.C. Boyle glaubt nicht, daß unsere Umwelt noch zu retten ist. Dennoch kämpft er für sie - auf seine Weise. [...] Boyle lehrt Kreatives Schreiben an der University of Southern California."
So führte der Stern diesen Autor ein, als Claus Luterbeck Boyles Roman Ein Freund der Erde besprach. (aus: Stern Nr. 26/ 2001-06-21, S. 164)



Buslau, Oliver


Er ist zunächst Herausgeber der sehr empfehlenswerten Vierteljahres-Zeitschrift TextArt - dem einzigen Magazin, das sich speziell (und dies sehr lesbar und sehr informativ) mit Creative Writing befaßt, mit vielen praktischen Tips für Anfänger und Fortgeschrittene (im Internet: textartmagazin. Buslau schreibt außerdem Krimis und veranstaltet Seminare, in denen man das Handwerk des Schreibens von Kriminalromanen lernen kann. Seine eigene Website: www.oliverbuslau.de
Einige seiner eigenenTitel (Details bei amazon.de:
° Bergisch Samba
° Schängels Schatten
° Rott sieht rot



Canty, Kevin


"Ich habe eine Zeitlang ziemlich hart gelebt", erinnert sich Kevin Canty. "Ich war in Schlägereien verwickelt und all so was. Bis ich ruhiger wurde, zu schreiben anfing und plötzlich vieles anders sah."
Seine Erfahrungen hat der 44jährige, "der an der Universität von Montana Kreatives Schreiben unterrichtet, in Geschichten verpackt."
(Aus: Focus Nr. 47, 1997-11-17, S. 180)



Chabon, Michael


"Der Zulauf zu Seminaren für Creative Writing ist immens und eine ganze Reihe sehr erfolgreicher junger Autoren sind aus diesen Kursen hervorgegangen: Bret Easton Ellis, Jay McInnerney, Tama Janowitz, Michael Chabon." (Angelika Felendar in einem Bericht über Creative Writing in den USA, Manuskript, 1989)



Chellis Hill, Carol de


Die Autorin von Doktor Freud Geheimnis "lehrte an mehreren Universitäten [in den USA] ´fiction writing´; von 1972 bis 1981 war sie Cheflektorin bedeutender amerikanischer Verlage. Sie schrieb Romane, Drehbücher und zahlreiche Kurzgeschichten... lebt in New York." (Innentext des Verlags)



Demski, Eva


"Die Verfasserin von Romanen wie Das Narrenhaus und Scheintod
notiert:
"Ich bekomme reichlich Manuskripte zugeschickt von Leuten aus meinen Workshops..."
(Aus: Englert, S. 39)



Desai, Kiran


Der jedes Jahr in Großbritannien an Autoren englischer Sprache vergebene Man-Booker-Prize wird in literarischer Hinsicht noch höher eingestuft als der Nobelpreis. 2006 bekam ihn die aus einer indischen Familie stammende, aber in England aufgewachsene Kiran Desai für ihren Roman Erbin des verlorenen Landes. Über die 35-jährige Autorin konnte man in der Südd. Zeitung vom 12. Okt 2006 (Profil, S. 4) lesen:
"Derzeit ist sie als Studentin des Kurses für Kreatives Schreiben an der New Yorker Columbia-Universität eingeschrieben."



Dick, Philip K.


Für angehende Autoren wie Philip K. Dick waren Kurse, wie sie Anthony Boucher durchführte, eine wichtige Unterstützung bei ihrer beginnenden Schriftsteller-Karriere. (zit. n. Lawrence Sutin, S. 114)



Döbrich, Annette


Sie bietet Schreib-Kurse an und hat im Rahmen der Thriller-Reihe bei Rowohlt sechs Krimis veröffentlicht; außerdem hat sie ein Drehbuch verfaßt.
(Zu dieser Autorin sowie zu einigen ihrer Kolleginnen und Kollegen, die wir persönlich kennen, finden Sie nähere Informationen auf der Verzweigung . Ihre eigene Website: www.annette-doebrich.de



Ellis, Bret Easton


Der amerikanische Erfolgsautor mit Hits wie American Psycho, studierte wie seine Bestseller-Kollegin Donna Tart am renommierten Bennington-College Creative Writing.
(Quelle: Brigitte Nr. 19 / 2003, S. 64)



Eschbach, Andreas


Ursprünglich im Genre "Science Fiction" zuhause, gelang es Eschbach in den letzten Jahren, mit zwei exzellent geschriebenen Thrillern zu den Top-Autoren in Deutschland aufzusteigen:
° Das Jesus-Video (wenn man nur die schwache Verfilmung als Zweiteiler im Dez 2002 bei Pro Sieben gesehen hat, sollte man unbedingt das Buch lesen!)
° Eine Billion Dollar: Lesen lesen lesen! Eine unglaublich spannende Erzählung, ein dicker Wälzer von 734 Seiten, in der man mehr über Wesen und Unwesen des modernen Kapitalismus erfährt als in den einseitigen Polemiken von ATTACK. Mit brillanten Ideen und wirklich großartig erzählt (und recherchiert).
Der Autor gibt jedes Jahr ein Seminar für angehende Schriftsteller (speziell: Science Fiction) an der "Bundesakademie für kulturelle Bildung" in Wolfenbüttel : http://www.bundesakademie.de.
Seine Seminare sind so gut sind wie seine Bücher - ich habe im Januar 2004 das Wochenende über Weltenbau in der Science Fiction besucht und eine Menge gelernt - und viele nette Kollegen kennengelernt.
Eschbachs eigene Website erreichen Sie über http://www.andreaseschbach.de
(Ein aufschlußreiches, sehr ausführliches Interview mit Eschbach wurde in der - sehr empfehlenswerten - Zeitschrift TextArt.veröffentlicht, und zwar in Heft 4/2002. Tenor: "Man ist 24 Stunden am Tag Autor" - sonst wird nichts daraus.)



Fichte, Hubert


Fichte (s. Anfang dieses Artikels) nahm 1963/64 am in Berlin teil an einem "Vorläufer heutiger Creative-Writing-Kurse [...] Was damals Anfang der sechziger Jahre am Berliner Wannsee passierte, war das Betreten von Neuland: junge, unbekannte Autoren widmeten sich, ohne Anbindung an den traditionellen deutschen Geniegedanken, unter Anleitung von erfahrenen Schriftstellern den handwerklichen Aspekten des Schreibens..." (Südd. Zeitung vom 4. Aug 2006)



Frey, Friederike


"Wo früher dichtende Jünglinge einsam mit Reim und Rhythmus kämpften, helfen heute die Schulbehörden nach: In fast allen Bundesländern bieten die Schulen seit Jahren Kurse im Kreativen Schreiben an, in denen Kinder und Jugendliche schriftstellerische Grundformen erlernen können"...
Für den Deurtschunterricht [in Hamburg] bieten Autoren wie Friederike Frey und Joachim Furhmann literarische Workshops an, die besonders bei den ganz Kleinen in der Grundschule ein lebhaftes Echo finden."
(Aus: Spiegel Special Nr. 10 / 1996)



Frey, James N.


James N. Frey hat ein "verdammt gutes Sachbuch" darüber geschrieben, "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt". Sehr lebendig und praxisbezogen - man kann den Autor förmlich in einem seiner Schreibseminare argumentieren sehen und hören.
In Oliver Buslaus link:http://www.textartmagazin.de]textartmagazin[/link] gibt er regelmäßig sehr brauchbare Tips zu Themen wie "Spannungsaufbau" und "Aboutness".


Frick, Klaus N.


Veranstaltet an der Bundesakademie Wolfenbüttel Fortbildungs-Seminare für (angehende und etablierte) SF-Autoren. Ist selbst Autor von Büchern zur Weltraum-Serie Perry Rhodan und über diese Seminare: Nicht von dieser Welt? Aus der Sciencefiction-Werkstatt (hrsg. zusammen mit Olaf Kutzmutz, dem zuständigen Referenten der Akademie).



Fuhrmann, Joachim


[S. oben: Frey, Friederike)



Garcia, Eric


"Brillliant, clever, smart" - die amerikanische Presse lobt Eric Garcia, den neuen Star der amerikanischen Literaturszene, in den höchsten Tönen. Selten hat ein Autor seine Leser derartig in Erstaunen versetzt wie der 26jährige Garcia mit seinem Erstlingswerk Anominous Rex. Garcia stammt aus Miami, besuchte die Cornell University, wo er eine Comedy-Truppe gründete, die bis heute Erfolge feiert. Anschließend studierte er an der University of Southern California Drehbuchschreiben und Creative Writing."
(Aus der Verlagsankündigung seines Romans, der Feb 2000 bei Manhattan erschien.)



Gehring, Hansruedi


Der Berner Psychoanalytiker schreibt gerade (Frühjahr 2003) an seinem dritten Roman. Außerdem bietet er für Kollegen und andere Zielgruppen (u.a. Doktoranden mit Schreibblockaden) Seminare in Creative Writing an.
° Sein erster Roman sucht derzeit noch einen Verlag, sein zweiter Roman, ein Krimi, erschien Okt 2001 im Orte-Verlag. Einen Auszug daraus finden Sie hier auf unserer Website: RÄTSELHAFTER TOD IN ZÄHRINGEN,
° desgleichen seine Erzählung ABDOU; DEIN KLEINER PATIENT
° und seinen Artikel über eine selbsterlebte Blockade (beim Schreiben des erwähnten Krimis) - finden Sie ebefalls hier auf unserer Website: ABENTEUERFAHRT EINES KRIMI-AUTORS
Seine eigene Website: seminar11.ch



Glaister, Lesley


Lesley Glaister "lehrt Creative Writing an der Universität von Sheffield und ist Mitglied der Royal Society of Literature. Für ihre Romane - vier sind auch ins Deutsche übersetzt - erhielt sie mehrere Preise. Eine etablierte Autorin also..."
(Aus: FAZ vom 1999-03-13)



Goldberg, Nathalie


Seit vielen Jahren bietet Nathalie Goldberg Schreib-Seminare in den USA an. Bei uns wurde die Lyrikerin bekannt durch ihre praktischen Tips in dem Buch Writing Down the Bones (Deutsch: ursprünglich "Der Weg des Schreibens", dann "Schreiben in Cafés").
Ich fand ihr Buch nicht so umwerfend gut, wie es von Andreas Eschbach auf seiner Website gelobt wurde (weil es ihm aus einer massiven Schreib-Blockade heraushalf, ist das jedoch sehr verständlich). Aber sie gibt viele gute Tips, und auch ich entdeckte einige interessante Anregungen, die ich gerne in mein Repertoire aufnehme - obwohl ich in mehr als 25 Jahren schon eine Menge übers Schreiben gelernt habe.



Grass, Günter


Der Nobelpreisträger unterrichtete am in Berlin:
Hubert Fichte (s. Anfang dieses Artikels) nahm dort teil an einem "Vorläufer heutiger Creative-Writing-Kurse [...]
Was damals Anfang der sechziger Jahre am Berliner Wannsee passierte, war das Betreten von Neuland: junge, unbekannte Autoren widmeten sich, ohne Anbindung an den traditionellen deutschen Geniegedanken, unter Anleitung von erfahrenen Schriftstellern den handwerklichen Aspekten des Schreibens. Berühmt wurde die Aufgabe, die Günter Grass den nachwachsenden Prosadichtern stellte: Sie sollten sich der „Telefonseelsorge“ widmen. Initiator war Walter Höllerer, der Gründer des LCB..."
(Südd. Zeitung vom 4. Aug 2006)




Haldeman, Joe


Haldeman, von er Asbildung her Physiker und Astronom, hat mehr als 20 Romane und Anthologien zu Zukunfts-Themen veröffentlicht. Für seinen wegweisenden Roman Der ewige Krieg (in dem er seine Viernam-Erlebnisse verarbeitetete) erhielt er 1975 den Hugo als höchste Auszeichnung der SF-Leser. Er "lehrt Kreatives Schreiben am Massachusetts Institute ofTechnology (MIT)" (Interview mit J.H. - in: J.H.: Der ewige Frieden, S. 441)



Haslinger, Josef


Erfolgreicher Autor von Romanen wie dem Opernballund Lehrer für Creative Writing am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.
Zusammen mit Hans-Ulrich Treichel (s. u.) hat er einen sehr lesenswerten Reader herausgegeben: Wie werde ich ein verdammt guter Schriftsteller? (das Buch löst den Titel nicht ein - aber er ist ja - leicht erkenntbar - ironisch gemeint und parodiert den Titel eines Buches von James N. Frye - s.u.)



Hegi, Ursula


"Von kleinen Helden, großen Feiglingen und Nazis in der Provinz erzählt die Deutschamerikanerin Ursula Hegi in ihrem Bestseller Die Andere... Seit fast 20 Jahren unterrichtet sie Creative Writing, erst in New Hampshire an der Ostküste, dann zog sie, 1984 geschieden, mit ihren beiden Söhnen nach Nordwesten."
(Aus: Stern Nr. 3/1998-01-08, S. 128)



Hein, Christa


"Sie arbeitet als Übersetzerin, Journalistin und Dozentin für Creative Writing. 1998 erschien ihr vielbeachteter Debütroman Der Blick durch den Spiegel.
Auch ihr neuer Roman Scirocco, Anfang 2001 in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen, ist von der Kritik mit einhelliger Begeisterung aufgenommen worden."
(Aus: Transatlantic Nr. 1 / Jan 2001)



Höllerer, Walter


Der Schriftsteller (Die elefantenuhr) gründete in den 60er Jahren in Berlin das , wo so mancher später bekannt gewordene deutsche Autor (s. Fichte, Hubert - Grass, Günter) seinen Auftritt hatte in diesem "Vorläufer heutiger Creative-Writing-Kurse [...]
Was damals Anfang der sechziger Jahre am Berliner Wannsee passierte, war das Betreten von Neuland: junge, unbekannte Autoren widmeten sich, ohne Anbindung an den traditionellen deutschen Geniegedanken, unter Anleitung von erfahrenen Schriftstellern den handwerklichen Aspekten des Schreibens..." (Südd. Zeitung vom 4. Aug 2006)




Irving, John


Irving schrieb solche Welterfolge wie Owen Meany, Gottes Werk und Teufels Beitrag und Garp und wie er die Welt sah.
Er hat "viele Jahre sein Geld als Ring-Trainer und Lehrer für Kreatives Schreiben verdient..."
(Aus: Brigitte Nr. 10/2000-05-03)



Ishiguro, Kazuo


Über den in England lebenden japanischen Erfolgsautor hieß es in der FAZ vom 5. Sep 2009 (David, Thomas (Interviewer): "Belügen sie sich selbst, Mister Ishiguro?", S. Z6):
"Ishiguro studiert von 1974 bis 1978 Anglistik und Philosophie an der Universität von Kent. 1979 und 1980 nimmt er an dem renommierten Creative-Writing-Kurs der Universität von East Anglia teil. Anfang der achtziger Jahre arbeitet er für eine Obdachlosenhilfe in London. Damals in Nagasaki, Ishiguros erster Roman, erscheint 1982.
Ishiguro ist Autor von sechs Romanen ... Was vom Tage übrigblieb, Ishiguros bekanntester, 1989 mit dem Booker Prize ausgezeichneter Roman, wurde 1993 unter der Regie von James Ivory mit Anthonmy Hopkins und Emma Thompson in den Hauptrollen verfilmt."



Janowitz, Tama


"Der Zulauf zu Seminaren für Creative Writing ist immens und eine ganze Reihe sehr erfolgreicher junger Autoren sind aus diesen Kursen hervorgegangen: Bret Easton Ellis, Jay McInnerney, Tama Janowitz, Michael Chabon." (Angelika Felendar in einem Bericht über Creative Writing in den USA, Manuskript, 1989)



Junge, Ricarda


Ricarda Junge studierte zunächst Jura, bevor sie ans Deutsche Literatur-Institut in Leipzig überwechselte und dort das Handwerk des Schreibens lernte. Mit dem Erzählband Silberfaden hatte sie 2002 im Fischer-Verlag ihren ersten literarischen Erfolg.
(Das Leipziger Institut ist der Nachfolger des ehemaligen Johannes R. Becher Instituts, das schon zu DDR-Zeiten einen guten Ruf hatte, nach der Wende allerdings unter unguten Umständen abgewickelt und der Universität angegliedert wurde.)



Kanty, Kevon


Gescheiterte Helden, geplatzte Träume: Kevon Kantys Kurzgeschichten - ein starkes Debüt. Seine Erfahrungen hat der 44jährige, der an der Universität von Montana Kreatives Schreiben unterrichtet..." (focus vom 17. Nov 1997: "Katastrophaler Alltag") /



Kaplan, David Michael


Der amerikanische Autor und Leiter von Creative Writing-Seminaren hat einen sehr lesenswerten, gut geschriebenen und für die praktische Arbeit mit eigenen Texten äußerst hilfreichen Ratgeber verfaßt, der auch auf deutsch erschienen ist: Die Überarbeitung
Besonders gefallen hat uns, daß Kaplan die wichtigsten Beispiele aus der eigenen schriftstellerischen Arbeit wählt - mit dem sehr einleuchtenden Argument, daß er da am genauesten den kreativen Entstehungsprozess kenne.



Kempowski, Walter


Der Autor und Lehrer (Echolot) hat eine Reihe von Jahren in seinem Heim in Nartum Schreib-Seminare abgehalten.



King, Stephen


"1977 zog die Familie [erneut] um, diesmal nach England. Aus dem ursprünglich geplanten einjährigen Aufenthalt wurde eine auf drei Monate verkürzte Etappe. Nach der Rückkehr in die vereinigten Staaten hielt King an der Universität Maine in Orona Autorenkurse in creative writing. auch diese Tätigkeit war nur von kurzer Dauer..." (Aus: Dittmer 1986, S.49)



Kirchhoff, Bodo


Bodo Kirchhoff ist ein deutscher Autor, der gerade in der Süddeutschen Zeitung im Interview betont hat, wie wichtig die mit seiner Frau in der Toscana durchgeführten Schreib-Semianre inzwischen als "eines meiner Standbeine sind". Da gibt es keine Berührungsängste mit dem Unterrichten - schon gar nicht, wenn einem irgendwann klar geworden ist, dass man vom Schreiben allein nicht leben kann:
"Normalerweise verkaufe ich bei meiner Bekanntheit etwa 10.000 Stück [ ...] Da verdiene ich 20.000 €uro an einem Buch, an dem ich zwei, drei Jahre saß. Das ist die dümmste Investition, die einer machen kann."

Hagelücken, Alexander und Hannah Wilhelm (Interview mit Bodo Kirchhoff): "Das Schicksal unserer Eltern hieß Krieg, unseres ist Banalität". In: Südd. Zeitung vom 22, Jan 2010, Wirtschaftsteil



König, Barbara


Als "bunter Schmetterling" der Gruppe 47 war die Autorin des bekannten Romans Die Personenperson mitten drin in jener ersten literarischen Werkstatt der deutschen Nachkriegszeit. Über dessen Begründer Hans Werner Richter hat sie ein sehr aufschlußreiches Buch geschrieben, das die Nähe der Arbeitsweise der Gruppe 47 zur amerikanischen Art des Creative Writing ebenso zeigt wie die gravierenden Unterschiede.
In seiner Rowohlt-BildMonographie über die Gruppe 47 notiert Hein Ludwig Arnold sogar ausdrücklich, Barabara König habe in den Jahren 1950/51 "Studium der Zeitungswissenschaft und des Creative Writing in den USA" betrieben (S. 147)



Kutzmutz, Olaf


Veranstaltet an der Bundesakademie Wolfenbüttel (http://www.bundesakademie.de Fortbildungs-Seminare für (angehende und etablierte) SF-Autoren. Er ist zuständiger Referent für Literaturthemen an der Bundesakademie und selbst Autor von Büchern, u.a. über diese Seminare: Nicht von dieser Welt? Aus der Sciencefiction-Werkstatt (hrsg. zusammen mit Klaus N. Frick).



Lodge, David


Lodge ist ein englischer Autor, der die Creative Writing-Szene in seinem Boulevard-Stück Literatenspiele einigermaßen amüsierend, aber doch recht oberflächlich durchgenudelt hat. In seinem Roman Denkt macht er diesen saloppen Rundumschlag wieder wett. Er stellt uns ein - nicht nur intellektuelles - Duell zwischen einem brillanten Professor für Informationspsychologie und Künstliche Intelligenz und einer hochbegabten Dozentin für Creative Writing vor, die sich ihm als - mindestens - ebenbürtig erweist.
Ein großes Lesevergnügen, voller kluger Beobachtungen über das Leben an einer Hochschule, die Aporien und Euphorien der KI-Forschung, das Schreiben und nicht zuletzt über die Liebe und den Sex (und für fünf €uro bei Zweitausendeins ein auch finanzielle lohnender Kauf - Pech für den Autor).



Leon, Donna


Den meisten ist die Italienerin nur als Verfasserin erfolgreicher (und erfolgreich fürs Fernsehen verfilmter) Krimis um den Commissare Brunetti bekannt, der in Venedig Übeltätern nachspürt. Aber Donna Leon konnte man im August dieses Jahres auch in einem Seminar gewissermaßen beim Handwerk des Schreibens über die Schulter schauen - in einem Workshop für (angehende) Autoren, den sie im Dorf Ernen im Schweizer Kanton Wallis ende August dieses Jahres anbot



LeClaire, Anne


"1942 in der Nähe von Boston geboren, hat als Journalistin und Schauspielerin gearbeitet und hält häufig Seminare über die Kunst des Schreibens. Bisher hat sie vier Romane veröffentlicht. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Zuletzt [bei Rowohlt] erschienen: Das Haus der Sühne.
(Aus der Ankündigung ihres Romans Traumriß - ein guter psychologischer Roman mit phantastischen Elementen - einfühlsam, inelligent und spannend geschrieben. ThL.]



Lennon, J. Robert


"Lennon studierte an der University of Montana Creative Writing. Er lebt in Missoula. Das Licht der fallenden Sterne ist sein erster Roman, der mit dem Discovery Award der US-Buchkette Barnes and Nobles als aus der Sicht der Buchhändler bestes Debüt des Jahres 1997 ausgezeichnet wurde."
(Aus der Ankündigung des Romans - 1998-05-31)






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© 2010 / 2006 für diesen Text: Jürgen vom Scheidt / IAK München / Quwelle: www.iak-talente.de