OH-KARTEN

Diese Wort- und Bild-Karten haben es in sich



Man kann diese Schöpfungen des kanadischen Malers Ely Raman eine Frage stellen - und sie antworten wie ein Orakel.

Aber man kann sie auch einfach zur Anregung der Phantasie und der Kreativität benützen und erzielt verblüffende Ergebnisse.

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[2008-10-29 ok / ur 2004-04-23]


(Autor: Jürgen vom Scheidt)


Wenn Ihnen einmal nichts mehr einfällt, worüber Sie schreiben oder nachdenken könnten - dann fragen Sie doch einfach die OH-Karten! Sie werden erstaunt sein, was da zum Vorschein kommt.

Erklären kann man es nicht. Wie bei einem Orakel (z.B. dem "I Ging" oder dem Tarot) kann man nicht erklären, wie das funktioniert. Der Tiefenpsychologe Carl Gustav Jung sparte sich Erklärungen und benannte das Phänomen einfach mit dem Begriff Synchronizität. Dieses besagt nichts anderes, als daß zwei Ereignisse, die nach außen hin nichts miteinander zu tun haben, plötzlich in einen sinnvollen Zusammenhang treten.

Ich erlebte dies - wie schon so oft - auf verblüffende Weise, als ich mir (und dann den OH-Karten) in Zusammenhang mit Recherchen zu meinem neuen Buch über MENTORING die Frage stellte:

"Wie könnte man den Begriff Mentoring und die Funktion eines Mentors charakterisieren?"

Ich zog (verdeckt) die beiden folgenden Karten - je ein Bild und ein Wort - und kombinierte sie dann, indem ich das Bild auf das Wort legte:

Abb. 1: Bild-Karte mit einer "Küste'" Abb. 2: Wort-Karte "Entschuldigung" Abb. 3: Bild-Karte "Küste" auf Wort-Karte "Entschuldigung"




Was die Karten mir als Antwort bieten?


Erst einmal konnte ich, wie so oft, nichts mit dem anfangen, was da als Wort und Bild vor mir lag. Dann dämmerte es mir:

° Das Bild zeigt einen Übergang - in diesem Fall den Übergang zwischen einer Küste, also Festland oder eine Insel, und dem Meer. Der Horizont weitet sich gewissermaßen - aber die Gegend ist nicht ungefährlich. Im Meer kann man ertrinken. Man kann auch, wenn man nicht aufpaßt, vom Rand dieses Kliffs abstürzen.

° Das Wort "Entschuldigung" hat für mich zwei Bedeutungen. Die eine beziehe ich auf das, was viele Hochbegabte (und von ihnen wird auch dieses mein neues Buch über Mentoring zum Teil handeln) erleben - nämlich daß sie sich andauernd dafür entschuldigen müssen, weil sie schneller und komplexer denken können als Normalbegabte.

Die andere Bedeutung verweist auf die Schuldgefühle, die Hochbegabte bekommen, weil sie sich oft als Außenseiter erleben oder von ihrer Umgebung (Familie, Schule) in diese Außenseiterrolle gedrängt werden. Die Folgen sind nicht selten Isolation, Einsamkeit, Frustration und andere negative Erfahrungen.

Bezogen auf die Funktionen und Aufgaben eines MENTORs bieten mir die Karten Folgende Anregungen :

° Der Mentor hat primär die Aufgabe, seinem Schützling zu helfen, seine / ihre Talente zu entdecken und zu entfalten und dadurch den geistigen Horizont zu erweitern.

° Und nicht zuletzt soll er ihm diese (gerne als neurotisch bezeichneten) Schuldgefühle wegen seines Andersseins nehmen, indem er ihn so akzeptiert, wie er ist: eben "anders" als Normalbegabte, also die 97 Prozent der übrigen Bevölkerung.

(Wer mehr über diese seltsamen Karten des kanadischen Malers Ely Raman erfahren möchte, wird fündig in dem Buch "Erdbeeren erzittern vor dem Fenster von Waltraud Kirschke. Bestellen kann man das Bch und die OH-Karten direkt beim Vertrieb von Moritz Egetmeyer: "OH Verlag", Postfach 1251 _ D-79196 Kirchzarten _ www.oh-cards.com



Weitere Werkzeuge für Mentoren und ihre Schüler


° CLUSTER

° VIER-SPALTEN-METHODE

° MINDMAP"



© 2008/2004 für diesen Text: Jürgen vom Scheidt/ Quelle: www.hyperwriting.de




Bibliographie

Börne, Ludwig: "Die Kunst, in drei Tagen ein Originalschriftsteller zu werden" (1862).
Freud, Sigmund: "Zur Psychotherapie der Hysterie". In: Breuer, Josef und Sigmund Freud: Studien über Hysterie, Freud G.W. Bd. I, S. 252 -312
Kirschke, Waltraud: "Erdbeeren erzittern vor dem Fenster". Kirchzarten 1997 (OH Verlag)
Rico, Gabriele L.: Garantiert schreiben lernen. (1983) Reinbek 1984, 32. Tsd. 1996 (Rowohlt) .
Buzan, Tony: Use both Sides of the Brain.